Der frühere irakische Vizepräsident Tarik al-Haschemi, der in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden ist, erklärt sich bereit, vor einem "unparteiischen und unabhängiges Gericht" zu erscheinen, um auf die gegen ihn gerichteten Anschuldigungen zu antworten.
Nach seiner Teilnahme an einer Sitzung des Europäischen Parlaments in Brüssel erklärte al-Haschmi bei einer Pressekonferenz: "Zurzeit sind die Voraussetzungen für klare und gerechte Gerichtsverhandlungen im Irak nicht gegeben."
Er fügte hinzu: "Mahadat Mahmud, Leiter des Richterrats, agiert unter dem Befehl von Nouri Maliki, was dem Ruf Iraks im Land und auf internationaler Ebene schadet."
Haschemi betonte, dass er bereit sei, sofort in den Irak zurückzukehren und vor Gericht zu erscheinen, doch zuvor muss ihm eine klare und gerechte Gerichtsverhandlung für sich und seine Anhängern zugesichert werden, damit ihm die Gelegenheit gewährt wird, seine Unschuld zu beweisen.
"Derzeit gibt es im Irak so eine Garantie nicht", sagte er.Tarik al-Haschemi und einige seiner Anhänger haben sich letztes Jahr in die Türkei abgesetzt. Bis jetzt sind gegen ihn und einige seiner Anhänger 23 Todesurteile und zweimal lebenslänglich verhängt worden.